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 Auflösung erklärt

Der Begriff Auflösung definiert im digitalen Zeitalter zweierlei - 1. die Kantenlänge (Breite und Höhe) eines Bildes (meist in Pixel angegeben) und 2. die Dichte der Farbpunkte, zumeist in dpi (dotches per inch) angegeben. Einen Pixel kann man getrost auch als einen Bildpunkt definieren.

Da wären wir dann auch schon beim Zusammenspiel dieser Angaben. Beispielsweise sagen 1000 Pixel bzw. 1000 Bildpunkte lediglich etwas über die Anzahl der vorhanden Punkte aus, aber nichts über ihre tatsächliche Abbildungsgröße und auch nichts über ihre Nähe (Dichte) zueinander. Das ist aber ist für unsere Augen von entscheidender Bedeutung. Das Auflösungsvermögen des menschlichen Auges, in diesem Fall meint es die Fähigkeit einzelne Bildpunkte noch als Punkte zu erkennen, hat nämlich Grenzen. In Relation zum jeweiligen Betrachtungsabstand verschwimmen diese bis zur Unkenntlichkeit. Das macht sich die Technik zu Nutze. Je dichter viele kleine Punkte nebeneinander gestellt werden, desto mehr wirken diese auf uns Menschen wie eine Fläche, weil wir die Zwischenräume nicht mehr sehen können.

Eine Tageszeitung im Vergleich zu einem Hochglanzmagazin zeigt das sehr schön auf. Die Fotos einer Tageszeitung sind aus Rationalisierungsgründen haarscharf an der Grenze der Auflösungsfähigkeit des menschlichen Auges orientiert. Ein gesundes leistungsfähiges Auge kann mühelos bei einer Abstandsverringerung die Bildpunkte erkennen. Bei einem Hochglanzmagazin ist das ohne Lupe nicht möglich, weil die Punkte dort sehr viel dichter beieinander liegen. Das hat natürlich nicht nur mit der Punktdichte zu tun, ist aber ein wesentlicher Grund dafür.

Doch zurück zur Darstellung von Bildern an Bildschirmen und Beamern. Weltweit hat man sich darauf geeinigt, dass die Auflösung, in diesem Falle ist wieder die Dichte der Punkte zueinander gemeint, mit 72 dpi ausreichend ist, um für das menschliche Auge flächige Darstellungen erzeugen zu können. Wer einmal mit einer Lupe an seinen Bildschirm herangeht, wird sehr bald die Punkte erkennen können. Das heißt also auf einen Inch (= 2,54 cm) des Bildschirm kommen 72 Punkte.

Der Beamer arbeitet mit derselben Auflösung, denn er hinterleuchtet lediglich das am PC bzw. Laptop erzeugte Bild. Was bedeuten dann nun die Auflösungsangaben wie VGA (640x480)? Nun, das besagt lediglich, wieviel Bildpunkte der Beamer maximal verarbeiten, bzw projizieren kann. Ist eine Bilddatei größer, so ist diese im Prinzip überdimensioniert. Ohne interne Interpolation, also Herunterrechnen der Daten auf seine maximale Verarbeitungsgröße, würde nur ein Ausschnitt eines Bildes von ihm angezeigt werden können. Beim Herunterrechnen gehen natürlich Punkte verloren, was zu einer schlechteren Wiedergabequalität führen kann.Umgekehrt gilt das natürlich ebenfalls. Ein kleineres Bild wird hochgerechnet und es werden Pixel dazu gefügt, was am Ende zu Unschärfen führt.

Es gibt aus diesem Grund auch sehr viele Auflösungen für Beamer, um den jeweiligen Anforderungen gerecht zu werden, was sich dann aber auch im Preis des Beamers bemerkbar macht. Einfache Formel - je mehr er wiedergeben kann, desto teurer. Im Folgenden eine Aufstellung aller gängigen Auflösungen:

VGA 640 x 480 Pixel (4:3)

SVGA 800 x 600 Pixel (4:3)

XGA 1024 x 768 Pixel (4:3)

VideoHD 1280 x 720 Pixel (16:9)

SXGA 1280 x 1024 Pixel (4:3)

WSXGA 1440 x 900 Pixel (16:9)

UXGA 1600 x 1280 Pixel (4:3)

WSXGA+ 1680 x 1050 Pixel (16:10)

VideoHD 1920 x 1080 Pixel (16:9)

WUXGA 1920 x 1200 Pixel (16:10)

SUXGA/QXGA 2048 x 1536 Pixel (4:3)

WQXGA 2560 x 1600 Pixel (16:10)

700px 19 fibre 1562702Man gibt die Auflösung meist im Verhältnis Breite zu Höhe an. Wieviele Bildpunkte liegen auf einer Linie und wieviele Linien hat das Bild? Die Auflösung hängt also auch immer mit dem Bildformat (4:3, 16:9, 16:10) zusammen, denn daraus ergeben sich nun einmal andere Werte für die Auflösung.

Bei einem Beamer ist also zu berücksichtigen wofür dieser überwiegend benutzt werden soll und wie er mit Ihren anzuschließenden Quellen klarkommt. Niemand, der einen Blu-Ray-Player zuhause hat, wird einen VGA-Beamer daran anschließen wollen, denn der komplette Effekt wäre verloren. Umgekehrt kann es auch völlig überdimensioniert sein, wenn man einen Beamer mit WUXGA Auflösung kauft, nur um dann DVD's mit ihm zu sehen. DVD's sind noch im alten Fernsehformat 720x576 Pixel und selbst eine SVGA-Auflösung bringt schon das gewünschte Ergebnis. Es lohnt sich meistens nicht, einen Beamer zu kaufen, der alle Evenualitäten abdeckt, die theoretisch mal eintreten könnten, da dies schlichtweg unnötig teuer sein kann. Das Mieten eines Beamers bietet sich vor allem für spezielle Situationen an oder auch zum vorherigen Testen eigener Geräten.

Hinsichtlich der Projektionsgröße kommen nun wiederum noch andere Aspekte, wie Lichtstärke, Kontrastumfang, Farbtreue und natürlich auch die jeweilige Leistungsfähigkeit in Schärfevermögen, Verzeichnungsfreiheit und Variabilität (Zoom) der Optik des Beamers hinzu.

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