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W: Hallo Mar K ant, kannst du kurz erklären, wer du bist und was du genau machst?

B: Also wer ich bin, ist selbst für mich als Laienphilosophen nur schwer zu definieren. Geht uns wohl aber allen so. Was ich mache ist da schon deutlich einfacher. Ich bin Profifotograf. Insgesamt fotografiere ich bereits seit fast 40 Jahren und professionell, also als Lebenserwerb, jetzt seit knapp 5 Jahren.

 

W: Nun ja, die Stadt ist ja voller kreativer Leute. Und Fotografen, die was drauf haben, gibt es hier auch mehr als genug, oder? Also erkläre doch noch etwas genauer, warum man bei dir Fotos machen lassen sollte. So eine Art Passbildautomat wirst du ja nicht sein, sonst würde ich dich ja auch nicht interviewen wollen. :)

 

B: Nein, Passbilder und so was mache ich sicher nicht(lacht). Aber Menschen haben es mir beim Fotografieren schon angetan. Es kann schon eine sehr spannende Sache sein, ein richtig stimmiges Geschäftsportrait zum Beispiel zu machen. Genauso interessant sind auch Schwangerschaftsfotos, besonders als Serie über neun Monate. Und Baby und Kinderfotografie spielt danach auch eine wichtige Rolle.

Nur bitte, nicht alles in den selben Topf werfen, wie diese Fotos, die man mal eben im Einkaufszentrum machen lässt. Bei der Personen und Portraitfotographie stehen nun einmal der Mensch und seine Persönlichkeit im Vordergrund. Und die findet man selten zwischen Spiel- und Elektrowarenabteilungen,oder ähnlichem. Einige Beispiele findest du auf meiner Homepage und kannst dir selbst ein Bild machen. Und dann gibt es natürlich auch noch Auftragsproduktionen und die Eventfotografie, bei der es um die Emotionen von Menschen geht, die ich betreibe.

 

W: Okay, dir ist also der Mensch und seine Persönlichkeit besonders wichtig. Das ist ein toller Ansatz. Aber ja oft gar nicht so einfach. Ich würde glatt behaupten, das mindestens 90 % der Fotografen das wollen. Wie erreichst du das denn nun?

B: Stimmt, der Idealfall wäre es wohl, wenn man immer aus jedem Modell, praktisch wie ein Bildhauer, die Persönlichkeit herausmodellieren könnte. Und natürlich gibt es viele, die das wollen. Mir hilft dabei wohl auch meine langjährige Berufserfahrung als Kommunikationstrainer und Coach für Verkäufer und Führungskräfte. Das hat nicht nur meinen Blick geschult und ich kann heute die Charakterzüge und Besonderheiten einer Persönlichkeit leichter und schneller entdecken. Es hilft auch meinen Kunden, denn ich kann im Umgang mit Menschen den ein oder anderen Trick anwenden, um den „blinden Fleck“, eine besondere Seite, aus jemandem herauszukitzeln, die er vorher vielleicht selbst noch nicht kannte. Ich suche also immer das Besondere, bzw. das Spezielle der Person um es herauszustellen oder einen bestimmten Charakter zu unterstreichen.

 

W: Verstehe, eine Art „Ausbildung“ im Umgang mit Menschen sozusagen, die dir und deinen Modellen jetzt hilft, wahlweise völlig neue oder auch ganz besondere Seiten an sich zu entdecken.

B: So kann man das vielleicht sagen. Auf alle Fälle geben mir die positiven Feedbacks meiner Kunden auch das Gefühl, dass ich mich alleine im Umgang mit den Menschen schon von dem ein oder anderen Fotografen unterscheide. Und für viele ist es ein tolles Gefühl, wenn sie diese andere Seite an sich selbst durch die Fotoarbeit entdecken konnten.

 
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W: Apropos entdecken. Auf deiner Webseite hab ich auch noch was entdeckt. Etwas was ich völlig faszinierend fand. Du nennst es Lightpainting. Was ist das? Kannst du uns das kurz erklären?

B: Das ist ein Spezialgebiet von mir, mit dem ich schon seit vielen Jahren herumexperimentiere und was jetzt endlich auch ganz hervorragende Ergebnisse bringt. Ich nenne es Lightpainting, weil es von der Wirkung her oft wie Bodypainting ist. Nur, dass die Motive nicht langwierig mit Farbe auf den nackten Körper aufgetragen werden, sondern mit Licht per Projektion. Das macht flexibler und man muss sich nicht stundenlang bemalen lassen um dann für 5 Minuten Fotoarbeit zu posieren. Außerdem kann man natürlich mehrere Motive projizieren, was beim Bodypainting auch eher schwierig ist.

W: Das mit der Projektion gefällt mir natürlich. Es erklärt, warum es mir so besonders aufgefallen ist (grins).

B: Na klar, die richtige Technik für die passende Projektion finde ich natürlich bei BeamerStation, um den kleinen Werbeblock hier einzuschieben (lacht).

Im Ernst jetzt, es erscheint simpler, als es das in Wirklichkeit ist. Du kennst das Problem mit gelungenen Projektionen und Präsentationen. Und wenn es eben am Computermonitor noch gut aussah, dann muss es das noch lange nicht auf einer Leinwand, in der Messehalle oder ähnlichem sein - schon gar nicht auf einem menschlichen Körper. Man muss auch hier, wie beim Bodypainting, sehr präzise und mit geschultem Auge arbeiten, um überzeugende Ergebnisse zu erreichen. Schließlich hat mich die Idee schon lange fasziniert, so dass ich jetzt schon auf einige Jährchen Erfahrung zurückblicken kann, was das angeht. Am meisten gebremst hat da eher die Entwicklung im Beamerbereich. Dort war niemand in der Lage wirklich vernünftige Lichtstärke, Auflösung und Farbwerte miteinander in einen bezahlbaren Beamer zu kombinieren.

 

W: Das Problem kenne ich. Die Beamer erreichen heute einfach immer noch nicht die Qualität wie es z.B. ein alter Diaprojektor und richtig gute Dias schaffen. Viele Fotografen sind darüber sehr unglücklich, denn ein Beamer wäre natürlich einfacher und flexibler einzusetzen als ein Dia-Projektor.


B: Das stimmt, der Beamer schafft schon ein großes Maß an Flexibilität für das Lightpainting. Alleine die Skalierbarkeit eines Motives am PC und somit die Anpassung an den Körper, auf den projiziert wird, disqualifizieren Dia-Projektoren meist schon. Allerdings ist immer noch sehr viel Nacharbeit, wieder am PC, nötig. So eine Lightpainting-Session ist also für das Modell deutlich bequemer und angenehmer als ein Shooting mit Bodypainting. Für den Fotografen ist das eher nicht der Fall.

 

W: Na dann erkläre uns doch mal, wie so was abläuft. Zu dir kommen, Bildchen auf den Body werfen und wieder gehen? Ja wohl eher nicht.

B: (grinst) Natürlich nicht. Dann würde ich es auch nicht machen, wenn es so simpel wäre.

Fragt ein Kunde oder eine Kundin ein Lightpaintig-Shooting an, setze ich mich mit ihm/ ihr erst einmal zu einem eingehenden Beratungsgespräch zusammen. Das ist für mich unerlässlich und hat für alle Beteiligten sehr viel Vorteile. Kunden haben oft ganz tolle Ideen. Und die gilt es natürlich herauszufinden. Außerdem bekomme ich so eine klare Vorstellung davon, was und wofür die Bilder gewünscht werden. Das spart enorm viel Zeit beim Shooting selbst. Auch lernt mich der/die Kunde/in besser kennen und ich ihn bzw. sie. So etwas ist insbesondere bei Aktaufnahmen sehr wichtig, um ein gegenseitiges Vertrauen aufzubauen.

 

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W: Du sagst Aktaufnahmen. Müssen denn die Motive immer auf nackte Haut projiziert werden?

B: Auch wieder ein Vorteil des Lightpaintings, welchen du richtig erkannt hast. Es muss nicht immer nackte Haut sein und nicht immer der ganze Körper. Es ist schließlich möglich, lediglich den Oberkörper oder auch nur das Gesicht mit einem Motiv zu verzieren oder auch nur den Arm oder den Fuß. Je nach Wunsch! Ein Probetattoo, sozusagen...

Außerdem kann auch ein eng anliegender Body angezogen werden, der zwar die Körperformen erkennen lässt, aber die Kundin dennoch nicht nackt sein lässt. Ja selbst eine Verbindung zwischen einem T-Shirt und dem darunterliegenden Körper kann durch ein übergreifendes Lichtbild sehr reizvoll sein. Meine Lightpaintings bieten - was Motive und Umsetzungen anbelangt - einen unendlich großen Spielraum. Das wird alles sorgsam im Vorfeld ausgesucht und vereinbart. Daher ist der Besprechungstermin auch sehr wichtig. Das Shooting wird dann so effektiv wie möglich durchgeführt.

 

 W: Die Bilder auf deiner Webseite gefallen mir schon mal alle sehr gut. Gibt es davon noch mehr zu sehen?

B: Meine Webseite soll nur einen Eindruck vermitteln - vor allem was möglich ist. Aber sie soll nicht zu viel vorweg nehmen. Sonst wollen alle immer nur noch das eine Motiv (grinst). Im persönlichen Beratungsgespräch zeige ich gerne auch noch ein paar Beispiele mehr. Und, okay, ich gebe dir und deinem Artikel noch zwei weitere exklusive Fotos. Den Rest bekommt man gerne bei mir zu sehen, so dass man sich jederzeit über so ein Shooting informieren kann und dann gemeinsam die richtigen Motive auswählt.

 

W: Toll, da freue ich mich jetzt sehr. Gleich noch etwas Exklusives, das ich präsentieren kann. Was ist denn mit Lightpaintings noch alles möglich an Motiven?

B: Im Prinzip alles. Meist ist es nur eine Frage, ob es zum Modell passt. Man kann mir zum Beispiel auch selbst entworfene Gemälde mitbringen, es können Fotos mit einem Sonnenuntergang vom letzten Urlaub sein, es kann der Freund oder die Freundin sein, mit deren Gesicht man selbst verschmelzen kann. So etwas macht sich als Geschenk sehr gut und wird immer beliebter. Es ist wirklich ein weites, fast unendliches Einsatzfeld. Allerdings passt nicht alles zu jedem. Aus diesem Grund und auch wegen der späteren Verwendung - Geschenk, eigene Setcard, für sich selbst etc. - mache ich vor jedem Shooting die eingehende Beratung.

 

W: Auf alle Fälle ist Lightpainting ein sehr innovativer Einsatz von Beamertechnik. Und mit deiner Erfahrung schaffst du wahre Kunstwerke damit. Wo kann man dich erreichen, wenn jetzt jemand Lust hat, selbst solche Fotos von sich machen zu lassen?

B: Die Kontaktmöglichkeiten stehen alle auf meiner Internetseite. Ansonsten einfach anrufen oder mailen. Fragen kostet ja noch nichts... Ich kann so ein Shooting vergleichsweise günstig anbieten weil ich wahrscheinlich die meiste Erfahrung mit Lightpaintings habe. Auf alle Fälle bekommt man außergewöhnliche, sehr individuelle und exklusive Fotos.

W: Ich danke dir für das kleine Interview, Mar K ant.