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Projektionsabstand Erklärbild
Sagen wir, der Einfachheit halber, Licht breitet sich in Strahlen aus. Dabei sind diese nicht unbedingt wie bei einem Laserstrahl an jeder stelle gleich breit. Viel mehr werden sie immer breiter je weiter sie sich von ihrer Quelle entfernen. Vieles davon kann man mit den Optiken die im Beamer sind zurück in seine Bahnen bringen. Die Optiken bestimmen dann auch maßgeblich mit aus wieviel Abstand man welche Bildgrößen erreichen kann.Ganz ähnlichwie beim Schatten, dessen Länge auch davon abhängt aus welchem Abstand und in welchem Winke das Licht aus der Lichtquelle auf das Objekt trifft. Der Beamer wirft keinen Schatten, sondern Licht, aber das Prinzip ist ganz ähnlich.

Der Projektionsabstand gibt dabei an wie weit ein Beamer von einer Leinwand entfernt aufgestellt werden muss um ein Bild einer bestimmten Größe zu projizieren. Auch hier, der Einfachheit halber alles in einer direkten Achse angenommen, denn die weiteren Verzerrungen gleicht entweder Lensshift und Trapezkorrektur des Projektors aus oder, wenn sie zu stark sind ermöglichen so wieso keine vernünftige Projektion.

Um den Projektionsabstand und die zu erreichende Bildgröße in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen spielt die Optik des Beamers eine entscheidende Rolle. Durch Zoomobjektive entstehen hier kleine Spielräume. Leinwandbreite multipliziert mit dem Projektionsverhältnis ergibt letztlich den Abstand zur Leinwand, in dem der Beamer aufgestellt werden sollte um exakt diese Bildbreite zu erreichen.

Wenn mal  kein Projektionsverhältniss angegeben ist kann man dieses errechnen indem man die Brennweite des Objektivs in cm durch die größe des Chips teilt und das ganze mit 1,15 (für 16:9) oder mit 1,25 (für 4:3) multipliziert. Ziemlich kompliziert?

Projektionsabstand und ProjektionsverhältnisEs geht auch ein bisschen einfacher. In der Regel wird ein Projektionsverhältnis in den Technischen Daten des Projektors angegeben. Das sieht dann z.B. so aus. 1,85-2,22:1  Sieht man dass, weißmann, dass der Projektor aus einer Entfernung von 1,85m bis 2,22m eine Bildbreite von 1m hin bekommt. Soll die Leinwandbreite also 2 Meter sein so muss der Beamer aus 3,70m bis 4,44m Entfernung projezieren.

In der Regel wird in den technischen Details oft auch eine minimale und maximale Bildgröße so wie ein Mindestabstand und ein Maximalabstand angegeben. Das ganze verhält sich ziemlich linear, also je näher sie den Beamer an die Leinwand stellen, desto kleiner wird das Bild oder umgekehrt, je weiter weg er steht desto größer wird das Bild. (Aber vorsicht, die Helligkeit verändert sich nicht linear, sondern expotenziell, das heißt wenn sie den Abstand verdoppeln, dann nimmt die Helligkeit in etwa um den Faktor 4 ab.)

Der Projektionsabstand und das Projektionsverhältnis sind eventuell wichtig, wenn es für sie z.B. um die Anschaffung eines Beamers mit Weitwinkelobjektiv geht oder sie ein festes Heimkino eirichten wollen, oder größere Veranstaltungen planen, bei denen Sie die Raumgröße vielleicht nicht vorher wissen und dann eventuell für ihren Großprojektor noch weitere Optiken besorgen müssen.

Mit so genannten asphärischen Linsen und Weitwinkelvorsätzen wird der Projektionsabstand mit neuerer Technik immer geringer. Allerdings sind wirklich gute Linsensystem immer noch relativ teuer und mit billigeren Systemen kommt man dann zwar näher an die Leinwand, aber zu Lasten der Bildqualität.

Für den Hausgebrauch kann man grob über den Daumen gepeilt sagen, dass man für eine Bildschirmdiagonale von ca 2 Metern etwa mit einem Abstand zur Leinwand im Bereich von 3 bis 6 Metern zu rechnen hat.

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