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450px beratungImmer wenn sie einen Beamer benötigen stellt sich die Frage, welcher Beamer ist der richtige für die jeweilige Nutzungsart?
Natürlich können Sie immer einen unserer BeamerStations Partner anrufen und sich beraten lassen, oder Sie suchen sich alle Informationen auf unseren Webseiten zusammen die Sie für die richtige Beamerauswahl benötigen. Ein paar Tipps zur richtigen Auswahl des passenden Projektors gibt es hier.
 
Heimkinoprojektoren sind z.B. immer auf eine optimale Wiedergabe der Bilder in dunklen Räumen ausgerichtet und auf möglichst leisen Betrieb. Daher können die Geräte oft vergleichsweise groß ausfallen und mit reduzierterer Lichtleistung. Klassische Präsentationsbeamer versuchen eher mit viel Lichtleistung und möglichst kompakter Bauart zu punkten, was dann oft dazu führt, dass der Projektor eine etwas höhere Lautstärke hat. 
 
Oft hören wir den Satz: "Ich brauche nichts aufwendiges, es sind nur ein paar Leute in einem Raum, so einen Standardbeamer eben."
Genau da wird es aber oft schwer.
 
Eine Projektion definiert sich eigentlich immer über die dunkelste Stelle an der Projektionsfläche. Das heißt sie können mit einem 2000 Lumen Beamer in einer dunklen Nacht ein 5m breites Bild in bester Qualität bekommen, aber im lichtdurchfluteten Besprechungsraum können 4000 Lumen zu wenig sein für eine Bildbreite von 2m. Darüber hinaus gibt es auch Bedingungen bei denen man eben nicht nach der Methode "Viel Licht-hilft viel" ein besseres Bild bekommt. Je heller die Umgebung ist, desto weniger hilft zusätzliche Lichtleistung bei den Projektorenlampen.
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Wie finde ich den richtigen Projektor für meine Präsentation?
 
Sie sollten sich für ihre Präsentation erst eine entsprechende Bildgröße überlegen oder noch besser ausmessen. Entscheidend ist dabei die Bildbreite, denn der Abstand des Beamers zur Leinwand wird zur Bildbreite ins Verhältnis gesetzt. Mit der entsprechenden Bildbreite und dem Format, also z.B. 4:3 oder 16:9 lässt sich dann einfach ausrechnen wie hoch das Bild wird und wie weit weg der Projektor stehen muss. 
 
 
Weiter spielt eine Rolle von welcher Quelle sie ihre Präsentation zuspielen, also Laptop, DVD-Player oder Blu-ray z.B. Je höher die Auflösung ist an ihrem Zuspieler, bzw. die Auflösung in der ihre Präsentation angelegt ist, desto eher sollte auch die Auflösung des Projektors höher gewält werden. Haben sie z.B. eine Präsentation erstellt mit viel kleinem Text in einer FullHD Auflösung, 1920x1080 Pixel und haben dann einen günstigen Beamer in VGA-Auflösung 800x600 Pixel, dann kann der Projektor das Bild vielleicht noch herunter rechnen, aber sie werden so gut wie nichts mehr darauf lesen und erkennen können. Das ganze funktioniert bei Fotos meist noch besser als mit Texten, aber es geht ihnen sehr viel Qualität dabei verloren.
 
Heute etablierte Standardauflösungen bei Beamern sind XGA(1024x768px in 4:3) und WXGA(1280x800px in 16:10) so wie ganz langsam auch immer häufiger die FullHD-Auflösung von 1920x1080px in 16:9. Idealerweise legen Sie ihre Präsentation bereits in einem Format an, dass dann später auch bei der Wiedergabe verwendet wird. Die meisten Laptops stellen ihre Auflösung auf die des angeschlossenen Gerätes, also des Beamers ein und damit oft ein wenig herunter, wenn sie den Beamer anschließen. Ist ihre Präsentation dann in dem entsprechenden Format bereits angelegt gibt es keine Probleme mit Bildverzerrungen oder undeutlichen Darstellungen.
 
Und dann geht es ans ausmessen.
 
450px massbandWenn es möglich ist, messen sie die Bildbreite aus an der Stelle an der Sie später auch projezieren wollen. Der Projektor muss in der Regel in der Mittelachse des projezierten Bildes stehen oder hängen. Deshalb hilft es weiter, wenn Sie wissen wieviel Abstand sie von der Mitte des späteren Bildes bis zum möglichen Standort des Projektors haben. Mit diesen beiden Zahlen kann man dann schon ganz gut berechnen was man für einen Projektor benötigt. Wenn Sie wissen wie hell es zum Zeitpunkt ihrer Präsentation in dem Raum etwa sein wird, bzw. ob sie z.B. große Fensterfronten abdunkeln können oder das Licht ausmachen können im Raum oder ähnliches, dann haben Sie alles zusammen um den passenden Projektor zu finden.
 
 
 
Beispiel:
Sie haben eine geschäftliche Präsentation erstellt und wollen die beim Kunden im Besprechungsraum an die Wand werfen.Es werden ca. 15 - 20 Leute im Raum sein, aber wie hell es dort ist, können Sie nicht sagen, da sie den Besprechungsraum natürlich noch nicht kennen. 
 
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Ok, für 15-20 Leute und "normale" Besprechnungsräume ist davon aus zu gehen, dass ihr Bild nicht breiter wird wie 200cm Bildbreite.
 
Ist ihre Präsentation in einer XGA-Auflösung bedeutet dass z.B. ein größt mögliches Bild von 200cm Bildbreite und 150cm Bildhöhe (4:3) bei WXGA: 200cm Bildbreite und 125cm Bildhöhe (16:10) und bei FullHD-Auflösung 200cm Bildbreite und 112,5cm Bildhöhe (16:9) Durch multiplizieren kann man jetzt leicht die Quadratmeterzahl der Projektionsfläche errechnen. Bei XGA ergeben sich 3m² bei WXGA ergeben sich 2,5 m² und bei FULLHD 2,25m² Bildfläche als Obergrenze.
 
Je nach Helligkeit des Raumens kann man dann mit etwa 500 Lumen (bei sehr dunklen Verhältnissen) und ca.1200 Lumen (bei eher helleren Verhältnissen) pro m² Bildfläche rechnen und bekommt so einen guten Richtwert für die Lumenzahl die der Beamer benötigt um die Präsentation möglichst gut wieder zu geben. 
Für unsere Beispielrechnung bedeutet das, dass ein Besprechungsraum bei dem sie nicht wissen ob die Fenster abgedunkelt werden können, aber zumindest sicher sind, dass keine direkte Sonne hinein scheint mit einem Projektor der zwischen 2400 und 3000 Lumen liegt auf alle Fälle gut bespielt werden kann.
Aber vorsicht, das ganze sind nur Richtwerte und wenn es im Raum zu hell wird, oder die Projektion größer so wird man schnell deutlich mehr Lichtleistung beim Projektor benötigen.
 
Welche Möglichkeite habe ich, wenn ich die Werte meines Beamers kenne aber sehe dass der Raum sehr hell ist?
 
Bleiben wir bei unserem Beispiel. Sie haben einen Projektor mitgenommen, der 3000 Lumen hat und statt des angekündigten Besprechungsraums soll es jetzt doch ein etwas anderer Rahmen werden bei der Präsentation. Entweder ein hellerer Raum, oder eine größere Menge Menschen die zusehen sollen. Dann haben Sie ein paar kleinere Möglichkeiten darauf zu reagieren. Als erstes sollten Sie sich erkundigen ob man den Raum abunkeln kann. Also gibt es vielleicht Rollos oder Vorhänge die man herunter lassen  kann oder zuziehen? Können die Oberlichter ausgemacht werden?
Wenn das klappt haben oft auch problemlos noch ein paar Menschen mehr Platz am Tisch und sie müssen nur mit möglichst langen Kabeln vom Laptop zum Beamer und/oder vom Beamer zur Stromversorgung arbeiten und den Projektor so weit wie möglich zurück stellen und so das Bild vergrößern. Je dunkler der Raum, desto größer kann ihre Präsentation werden, auch mit einem 3000 Lumen Beamer z.B.
Wenn eine Verdunklung nicht möglich ist, bleibt ihnen quasi nur der andere Weg. Dann verkleinern sie das Bild so lange bis alle grade noch genug sehen können. Mit jedem cm, den der Beamer näher an die Projektionsfläche kommt, steigt auch die Lichtleistung die wirklich dort auf der Bildfläche ankommt und bei 15-20 Personen kann auch eine Präsentation die nur 1 Meter oder 1,5 Meter breit ist bereits einen besseren Eindruck hinterlassen, als eine 2 Meter breite Präsentation, die zu flau ist.
 
Kontakt für Anfragen an BeamerStationenZusammenfassung:
  1. Sorgen sie dafür, dass der Ort an den sie projezieren so dunkel wie möglich ist. Dadurch wird das Bild automatisch verbessert.
  2. Legen Sie ihre Präsentation möglichst in dem Format und der Auflösung an, den ihr Beamer nachher hat.
  3. Überschlagen sie ungefähr wieviel Lichtleistung ihr Beamer benötigt in dem Sie zwischen 500 und 1200 Lumen pro m² Bildfläche rechnen, je nach Helligkeit des Raumes
  4. Einer gelungenen Präsentation steht nichts mehr im Wege.